Mindestens zwei Wesenssachverständige bilden eine Testgruppe; sie können bis zu 10 Hunde im Verlaufe eines Tages testen. Ausnahmen über die Anzahl der teilnehmenden Hunde bestimmt der Prüfungsobmann.
Je Hund ist ca. 1/2 Stunde vorzusehen.

Zur Feststellung des Verhaltens des Hundes ist eine größere Zahl von Teilnehmern (mindestens 15 Personen) erforderlich. Die Ergebnisse sind offen bekanntzugeben, und Führer sowie Teilnehmer in die Tests entsprechend einzubeziehen. Die endgültige Entscheidung treffen die Wesenssachverständigen.
Die für den optischen und akustischen Test notwendigen Geräte (jeweils mindestens 5) sind möglichst von Test zu Test zu wechseln. Beim Kreistest soll der Hund an langer Führerleine stehen.
Wichtig ist die Überprüfung der Wasserfreudigkeit und der Schussfestigkeit. Zur Prüfung der Schussfestigkeit sind während der Suche des Hundes in seiner Nähe (10 - 30 m Entfernung) mindestens zwei Schüsse, mit einem Zeitabstand von wenigstens 20 Sekunden abzugeben. Lässt sich dabei das Verhalten des Hundes nicht sicher beurteilen, so ist die Probe frühestens nach 30 Minuten zu wiederholen. 

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|  Am Ende des Wesenstestes wird neben der Schussfestigkeit auch die Wasserfreude überprüft. Nimmt der Hund das Wasser nicht freiwillig und spontan an, kann der Hund auch nachdrücklich ermuntert werden, sei es durch Werfen von Gegenständen z.B. Stöckchen und Bällen oder dadurch, dass der Führer selbst ein Stück ins Wasser geht.
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Stark schussempfindliche sowie schussscheue Hunde können den Wesenstest nicht bestehen ( -> Definition )
Als Zeitpunkt für die Durchführung der WT werden für die Sommer- und Herbstwürfe die Monate Mai bis Juni und für die Winter- und Frühjahrswürfe die Monate August bis September vorgeschlagen. Die Winterzeit ist wenig geeignet; denn die Wetterverhältnisse sollten auf jeden Fall so günstig sein, dass der Test in aller Ruhe durchgeführt werden kann.

Das Testgelände muss wenigstens Sportplatzgröße haben, offenes Feld oder Wiese sollen anschließen. Ebenso muss Wasser (Teich oder kleiner Bach) vorhanden sein. Der zu testende Hund muss sein Verhalten allein, möglichst ohne Führer- und Ausbildungseinwirkungen zeigen. Er ist dabei in der Regel unangeleint. Andere Hunde sind unbedingt vom Testort fernzuhalten.

Für die Überprüfung des Verhaltens wird folgendes empfohlen:
- Bindung an den Führer:
Sie wird durch freies Laufenlassen des Hundes (Spazierengehen ohne Leine) ohne besondere Führereinwirkung bewertet. Halsung und Leine sind grundsätzlich abzunehmen. Andere Hunde dürfen im Prüfungsgelände nicht herumlaufen.

| - Spieltrieb:
Er wird durch Spielen mit dem Führer überprüft. Das Spiel soll sich steigern, besonders beim ”spielerisch auf den Rücken legen“. Beim Fassen an den Läufen und Ziehen an der Rute wird auch an den Reaktionen festgestellt, ob der Hund in Kampfstimmung gerät, Härte zeigt, usw. |

- Temperament:
Es wird aus dem Verhalten in der gesamten Testzeit beurteilt. 

- Beute- und Bringtrieb:
Er wird durch spielerisches Wegwerfen von Gegenständen (z. B. Tennisball, Handschuh) oder durch selbständiges Aufnehmen und Zutragen von sonstigen Gegenständen überprüft. Ausgebildetes Verhalten ist neutral zu bewerten.
- Anzeichen von Nervosität, Scheue oder Ängstlichkeit:
Sie sind aus dem Verhalten in der gesamten Testzeit zu beurteilen. 
- Verhalten gegenüber friedlichen Fremden:
Hier wird das Verhalten gegenüber den Wesensachverständigen, aber auch der Zuschauergruppe (Kreistest) bewertet. Die Härteüberprüfung erfolgt durch einen Wesenssachverständigen am Hund an der Führerleine. 
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|  Um das Verhalten des Hundes gegenüber fremden Menschen zu prüfen, wird hier eine Einkaufstraße simuliert.
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- Verhalten gegenüber verschiedenen Umwelteinflüssen:
Optische und akustische Einflüsse sollen der normalen, friedlichen Alltagssituation entsprechen (z. B. Motorsäge, Rasenmäher, usw.). Für die Beurteilung der verschiedenen Verhaltensweisen gibt es kaum Regeln. Unerwünscht sind alle Arten von Ängstlichkeit und Scheuheit, wobei besonders zu beachten ist, wie lange der Hund braucht, um nach für ihn ungewohnten Situationen sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. 
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|  | |  | |  | |  Hier wird das Verhalten des Hundes gegenüber optischen und akustischen Umwelteinflüssen überprüft: z.B beim Durchlaufen eines Parcours mit bunten, flatternden Bändern, beim schnellen Öffnen eines Regenschirms, bei der Konfrontation mit einer Vogelscheuche, beim Überqueren knisternder Plastikplanen, beim plötzlichen Einsatz der Motorsäge oder eines Jagdhorns, beim lauten Scheppern eines Sacks voller Blechdosen und Steine u.v.m. Der Fantasie der Veranstalter sind hier keine Grenzen gesetzt, die verwendeten Gegenstände variieren ständig.
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